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Cover von Make Me Feel Alright

Release-Story

Make Me Feel Alright

Album · 16. März 2024

Nächtliche Sessions, aus denen ein Debüt wurde.

Make Me Feel Alright entstand aus verstreuten Aufnahmen in späten Nächten eines wiederholten Abiturjahres — kein geplantes Album, nur ein Ventil. Songs wie „Liftoff“ und der Titeltrack verwandeln Schwärmereien und beendete Beziehungen in hallschwere, Arpeggiator-getriebene elektronische Produktion mit Einflüssen von Grimes. Das Mixing ist bewusst roh, entstanden auf einem einfachen Logic-Pro-Setup, und die Unvollkommenheiten spiegeln die emotionale Rohheit darunter wider. Was das Album zusammenhält, ist Sehnsucht — nach Verbindung, Stabilität, Bestätigung — und die zentrale Entscheidung, sich nicht mehr hinter Instrumentals zu verstecken und anzufangen zu singen.

  • Form Debütalbum
  • Ära Frühes Katalogwerk
  • Energie Langsam aufbauend

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Kontext

Make Me Feel Alright war nicht als Album geplant. Es begann als eine Handvoll Songs, die ich für mich selbst gemacht hatte.

Damals habe ich mein Abitur gemacht und hatte gerade ein Jahr wiederholt, weil meine Noten abgerutscht waren. Das bedeutete ein neues Umfeld, wenige bekannte Gesichter und das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören. Viele Nächte fühlten sich schwer an. Gegen 1 Uhr nachts, wenn alles still wurde, öffnete ich Logic Pro und fing an, etwas zu bauen. Nicht weil ich ein Konzept hatte. Einfach weil ich ein Ventil brauchte.

Einige der Instrumentals existierten bereits. „Liftoff“ und „Lucky Break“ waren ursprünglich einzelne Tracks, die ich ohne großen Hintergedanken auf YouTube hochgeladen hatte. Irgendwann entschied ich mich, Texte über „Liftoff“ zu schreiben. Das war der Wendepunkt. Bis dahin war ich hauptsächlich bei Instrumentals geblieben, weil sie sich sicherer anfühlten. Texte machten die Dinge direkter.

Je mehr ich schrieb, desto mehr Songs sammelten sich an. Irgendwann merkte ich, dass ich genug Material für ein vollständiges Projekt hatte. So ist das Album entstanden.

Songwriting & Themen

Das meiste auf dem Album ist persönlich.

„Liftoff“ spiegelt eine Schwärmerei wider, die ich damals hatte. Es ist fast eine Tagtraumversion der Ereignisse — eine Art Romeo-und-Julia-Energie, bei der das Gefühl intensiv ist, aber die Realität nicht ganz mitspielt. „Make Me Feel Alright“ dreht sich um eine Beziehung, die zu Ende gegangen war. Tracks wie „Ocean“ tragen dasselbe emotionale Gewicht in unterschiedlicher Form.

Es gab kein vereinendes Thema, das auf Papier stand. Die Songs wurden nicht um eine übergeordnete Idee herum gebaut. Sie kamen einfach aus derselben emotionalen Phase und gehören deshalb natürlich zusammen. Rückblickend ist der rote Faden Sehnsucht — nach Verbindung, Stabilität, Bestätigung.

Musik war in erster Linie ein Bewältigungsmechanismus. Wenn es mir schlecht ging, habe ich etwas gemacht. Diese Dringlichkeit ist im Album immer noch hörbar.

Produktion

Das gesamte Album wurde in Logic Pro mit einem einfachen Setup produziert. Ich habe mich stark auf eingebaute Tools und Loops verlassen, besonders für Drums. Viele Melodien entstanden mit Arpeggiatoren, weil sie es einfacher machten, Bewegung und Atmosphäre zu erzeugen.

Meine Schwester beschrieb den Sound einmal als „weltraumartig“, was Sinn ergibt. Ich habe viel Reverb und geschichtete Texturen verwendet, wahrscheinlich beeinflusst von Künstlerinnen wie Grimes, die ich damals gehört habe. Nicht weil ich etwas kopieren wollte, sondern weil dieser Sound sich richtig anfühlte und mit meinen Mitteln zugänglich war.

Technisch gesehen ist das Album roh. Das Mixing und Mastering sind weit von perfekt entfernt. Ich habe Logics eingebauten Mastering-Assistenten benutzt und getan, was ich mit dem damaligen Wissen konnte. Wenn ich eine Sache wiederholen könnte, wäre es dieser Aspekt.

Aber die Unvollkommenheiten gehören dazu. Der Sound spiegelt die Phase wider, in der ich mich befand — emotional wie technisch.

Rückblick

Ich finde immer noch, dass „Liftoff“ standhält. Es fängt etwas sehr Bestimmtes über den ein, der ich damals war: hoffnungsvoll, unsicher, romantisch auf eine leicht unrealistische Art.

Make Me Feel Alright ist der Ausgangspunkt. Es ist nicht poliert und nicht konzeptgetrieben. Es ist ehrlich. Es dokumentiert eine Phase der Instabilität, langer Nächte und des Versuchs, die Dinge zu ordnen.

Im größeren Bogen meiner Musik repräsentiert dieses Album den Moment, in dem ich aufgehört habe, mich hinter Instrumentals zu verstecken, und angefangen habe, meine Stimme in den Mittelpunkt zu stellen. Alles, was danach kam, baut auf diesem Schritt auf.

Hier hat alles wirklich begonnen.

“Musik war in erster Linie ein Bewältigungsmechanismus.”

Songwriting & Themen

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